5-tägige Reise Ostfriesland und Emsland

image_pdfimage_print

vom 01. bis 05. Juli 2019

Ein Bericht von Monika Roeske

  1. Tag – Anreise

Wir starten in Wiblingen um 6 Uhr. 24 Teilnehmer. Leider mussten sich zwei Ehepaare wegen Krankheit abmelden. Also 22 Frauen und 2 Männer! Die Fahrt verlief problemlos. Bei jedem Stopp freuten wir uns, dass es immer kühler wurde. In Ulm waren seit Tagen bis zu 35 Grad. Es erwartete uns ein kleines Hotel in Rhede. Wir hatten einen eigenen Speiseraum, alles war dadurch doch sehr familiär. Zum Abendessen gab es Haiwels, selbst geräuchert, sehr lecker.

  1. Tag – Ganztägiger Ausflug: eine Rundfahrt Ostfriesland mit örtlicher Reiseleitung.

Um 9 Uhr erwartete uns RENKE (das ist ein Vorname, eigentlich weiblich und auch Name eines Fisches), unser Reiseleiter für diesen Tag. Ein sehr großer Mann mit Schuhgröße 52.

MOIN, nur einmal, sagt man hier. Falls man das zweimal sagt, gilt man als geschwätzig.

Während der Busfahrt erfahren wir viel zur Besiedlung Ostfrieslands. Für uns immer faszinierend die vielen Windräder. Leider will die Stromleitungen keiner (bis zu uns!), so dass ab und zu sogar abgeschaltet werden muss. Ostfriesland 450 000 Einwohner, so groß wie Hamburg. Fehnkanäle (Fehn heißt Moor), Galoppierweiden (nur für Vieh, nicht geeignet für Ackerbau) viele neue interessante Wörter für uns Süddeutsche. Dann ein Besuch mit Führung im Moormuseum. Eine Friesische Teezeremonie am Ende. Friesischer Tee mit weißem Kandis und Sahne, dazu Buchweizen- oder Friesentorte.    In Greetsiel planten wir noch eine Überraschung. Fahrt auf dem Kanal mit dem Schiff. Es gab Schnaps, dann Schirme, dann Decken UND dann musste die Fahrt abgebrochen werden wegen zu starkem Regen. Bezahlen brauchten wir nicht, das war sehr nett. Endlich gab es dann auch das erste lang ersehnte Krabbenbrötchen. Ein regenfreier Bummel durch den so hübschen Ort bis zum Hafen beendete den Tag. Auf der Heimfahrt war unser Reiseführer in Hochform. Er ist auch Entertainer. Humor in Hoch- und Plattdeutsch, allerhand vom flachen Land, fast zu viel des Guten.

Am Abend gab es Abendessen für die AWO in einem Saal, wir fühlten uns etwas verloren. Anschließend kam ein Alleinunterhalter (wir, besonders ich waren sehr skeptisch vorher). Es wurde ein SEHR lustiger Abend. Das Eis war schnell gebrochen. Mit Musik, Erzählungen und dann auch noch mit Tanzen, das hatte ER und auch WIR nicht erwartet. Wir haben so viel gekichert und gelacht und sanken völlig außer Puste ins Bett.

  1. Tag – Ganztagesausflug zur Insel Norderney

Busfahrt über Emden nach Norddeich. An der großen Fähranlegestelle blies uns schon ein sehr kalter Wind um die Ohren. Alle waren vorgewarnt und hatten warme Klamotten mit. Natürlich wollten wir oben auf der großen Fähre sitzen. 55 Minuten dauerte die Überfahrt. Sonne und Wind, ein tolles Gefühl. Mit einem örtlichen Bus fuhren wir 1,5 Stunden über die Insel mit einem Stopp an der weißen Düne. Endlich Strand und Strandkörbe. Ohne Fahrrad ist die Insel sehr groß. Pferdegestüte, Karnickel, Austernfischervögel mit langem spitzigem Schnabel. Gerne hätten wir uns länger aufgehalten. Norderney ist 14 km lang, 2 km breit. 6000 Einwohner, das Vierfache dann während der Saison. Genügend freie Zeit für den Strand- oder Stadtbummel und natürlich Krabben-, Bismarck- und Matjesbrötchen satt. Der Spaziergang am Meer, einfach herrlich. Auf der Fähre wurden wir auf der Rückfahrt zwischendurch ganz ordentlich durchgeschüttelt.
Im Bus waren alle müde. Heftige Zahnschmerzen plagten eine unserer Damen. Es waren einige Telefonate nötig um für den nächsten Morgen einen Zahnarzttermin zu kriegen. Geschafft, Termin um 8 Uhr, per Taxi nach Papenburg.

  1. Tag Ganztagesausflug Meyer Werft in Papenburg und Emden

Zuerst konnten wir In Papenburg unsere Zahnpatientin vor der Praxis abholen. Ende gut!

Die Meyer Werft: Gründung 1795, Fläche Werftgelände 50 ha. 400 direkte Beschäftigte, davon leben 94 % in der Umgebung. Insgesamt sorgt die Werft für über 21.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze, 300 Ausbildungsplätz. 60 % der Werftmitarbeiter besitzen ein eigenes Haus in der Gegend. Ca. 250.000 Besucher jährlich. Rund 2.000 Firmen arbeiten als Lieferanten der Werft, ca. 800 sind an einem Schiff beteiligt. Es werden Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Gastanker, Forschungsschiffe gebaut. Die Bauzeit für einen Luxusdampfer dauert 36 Monate. Wir haben nur so gestaunt, was alles so gebaut wird an Kreuzfahrtschiffen, vor allem für die Amerikaner (es gibt praktisch ALLES an Vergnügungen an Bord z.B. eine Hochzeitskugel am Kran für Trauungen). Unglaublich auch die Ausstattung der Suiten.
Nach der sehr interessanten Führung Fahrt nach Emden, dann zuerst ein Krabbenbrötchen oder zwei und Kaffeepause. So waren wir gestärkt für einen geführten Stadtrundgang (Kirche mit Bibliothek, Bunker, Hochbunker) und eine einstündige Hafenrundfahrt. Natürlich sind wir über die Straße mit der OTTO-Ampel gegangen (wir hätten ja auch gerne eine Ampel Äffle und Pferdle). Danach Abendessen in Emden im „Hafenhus“. Ein sehr schickes Lokal mit total leckerem Essen. Alle waren begeistert.
Im Hotel gingen alle sofort auf ihre Zimmer, ohne „Absacker“, es war ein langer schöner Tag.

 5. Tag Heimreise

Danke an unseren Fahrer Christian Wanke von der Firma Rösch, er hat uns die ganze Zeit prima und sicher gefahren. Wir waren ein super Team. Danke auch an unsere Bärbel Kohn für die so aufmerksame Betreuung. Toll, dass wir sie haben.

Bis zum nächsten Mal.
Juli 2019, Monika Roeske

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.