ERZGEBIRGE + DRESDEN

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5-tägige Reise vom 19. bis 23.06.2017

Ein Bericht von Monika Roeske

1. Tag – Anreise

Um 6 Uhr starteten wir in Wiblingen, dann wurden die Gäste vor der AWO Neu-Ulm und zum Schluss die Ulmer eingesammelt. Im Raum Nürnberg gab es die erste Kaffee/Brezel-Pause und später noch das „Mittagessen“ Wienerle mit Brot und Essiggurken. Unsere NEUEN wurden schnell und herzlich aufgenommen. Um 14.15 Uhr starteten wir zu unserem Stadtrundgang in Freiberg/Sachsen, die Silberstadt, Universitätsstadt und „Berghauptstadt“. Ein sehr kompetenter lebhafter Stadtführer hat uns geführt. Es war heiß und die meisten Sonnenhütchen waren im Koffer. Ja, man lernt nie aus. Das alte Kopfsteinpflaster war eine Herausforderung unserer „Rollator-Fahrerin“, aber sie hat das prima gemeistert. Auf der Weiterfahrt nach Altenberg zu unserem Hotel ging es auf kleinen Straßen rauf und runter durch Wald und Natur pur und wir fragten uns schon: wo liegt denn das Hotel? Alles war prima. Das Hotel lag weitab, aber eine riesige Anlage mit Pool, Minigolf, Biergarten usw. hat uns dafür entschädigt.

2. Tag – Halbtagsausflug östliches Erzgebirge und Kurort Seiffen

Der Reiseleiter für die nächsten Tage erwartete uns schon. Die Fahrt nach Seiffen ging wieder durch „Natur pur“. Er wusste zu jedem kleinen Dörfchen was zu erzählen. Die tschechische Grenze war nur einen Steinwurf entfernt. Der Kurort Seiffen ist wegen seiner Holzkunstherstellung, seiner Rundkirche aus dem Barock bekannt. Angeblich gibt es 60 Geschäfte. Einige gingen gleich in das Spielzeugmuseum, andere in die Schauwerkstatt Holzkunst oder in die Rundkirche. Die vielen sehr hübschen Lädchen haben uns fast „erschlagen“, nach drei oder vier Besichtigungen und kleinen Einkäufen brauchten wir Pause zum Mittagessen.

   
Am Nachmittag waren wir wieder im Hotel, dann war Mittagsschlaf, Baden, Minigolf, Kaffeeklatsch, die Beschäftigung. Ein botanischer Garten in der Nähe wurde auch besucht. Am Abend nach dem Essen dann Programm. Wir konnten an der „Volksseele“ lauschen „Erzgebirgsabend“. Die „Spechte vom Erzgebirge“ unterhielten mit Musik, Gesang und Anekdoten. Alles im Freien bei kühlen Nachttemperaturen. Vliesjacken waren angesagt.

3. Tag – Ganztagesausflug nach Dresden

Ein Tagesausflug bei herrlichem Sommerwetter in die sächsische Landeshauptstadt war „kulturelles Pflichtprogramm“ für uns Elbsandsteinurlauber. Barocke Schlösser und Paläste in der Stadt, die Semperoper usw. Der sehr informative Rundgang durch das historische Stadtzentrum, vorbei an weltberühmten Sehenswürdigkeiten, Zwinger, Semperoper, Fürstenzug, Kathedrale.


Unser Treffpunkt: Frauenkirche vor dem Lutherdenkmal.

Wir brauchten erst Mal eine Pause bei „Eierschecke“ und Kaffee. Was für ein Name, hier die Erklärung:
Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität aus Sachsen und Thüringen. Die Schecke bezeichnete ursprünglich im 14. Jahrhundert eine Männerkleidung, die aus einem halb- bis dreiviertellangen Leibrock mit starker Taillenbetonung bestand und meist mit Hüftgürtel getragen wurde. In Anlehnung an dieses „Kleidungsstück in Dreiteilung“ wurde hiernach auch das Kuchenstück benannt.

Es blieb noch genügend freie Zeit um endlich auch die Frauenkirche in Ruhe zu besichtigen. Wir saßen beeindruckt und begeistert lange Zeit auf den Bänken und haben diese wunderschöne Kirche auf uns wirken lassen. Dann die Brühlsche Terrasse, der Balkon Europas, mit Blick auf die Elbe – einfach toll dort zu stehen. Anschließend trafen wir uns zur Stadtrundfahrt mit dem Bus. Wir haben gestaunt wie grün Dresden ist. Zwischendurch gab es einen Stopp im Milchladen der Pfunds Molkerei, eingetragen im Guinness Buch der Rekorde seit dem Jahre 1997 als „Schönster Milchladen der Welt, ausgestattet mit 247,90 Quadratmetern handbemalter Fliesen“.
Die Welt ist klein: eine unserer Teilnehmerinnen traf dort ihre Cousine aus dem Kreis Tönning (Nordfriesland) ihrer Heimat, sie hatten sich 15 Jahre nicht gesehen. So ist das, wenn man mit der AWO unterwegs ist!!!

Nach dem leckeren Abendessen waren wir immer noch nicht müde und trafen uns ALLE im Biergarten. Was für ein Zufall: ein Tanzabend war angesagt, auf der schrägen Wiese. Der Discjockey hatte seine helle Freude an so vielen Schwaben. Nach Erfüllung unserer Musikwünsche (ABBA) hatten wir die Veranstaltung „im Griff“, es wurde nur so gestaunt, wie die Schwaben feiern können und viele Gäste schlossen sich an.

   

4. Tag Bastei – Festung Königstein

Der Tagesausflug führte uns in das Elbsandsteingebirge, das zu den geologisch vielfältigsten Landschaften der Erde gehört. Ein einmaliges Panorama vom Felsplateau der Bastei hoch über dem Elbtal bot sich uns. Durch die Felsformation zieht sich eine 76,5m lange Brücke. Es war der erste „schwüle Tag“ und die Besichtigung dementsprechend anstrengend. Aber wir wollten diese Ausblicke sehen und sind tapfer gelaufen.

    
Zur Mittagszeit wurde noch die Festung Königstein besichtigt.

Der Wallgang der Festung ist 1800 Meter lang und hat bis zu 42 Meter hohe Mauern und Sandstein-Steilwände. Der mit 152,5 Meter tiefste Brunnen Sachsens und zweittiefste Burgbrunnen Europas. hat uns besonders beeindruckt. Auf einem Monitor konnten wir sehen, wie 1 l Wasser 16 Sekunden braucht, bis es unten ankommt.


Auf dem Busparkplatz trugen drei junge Nacktwanderer sehr zu Erheiterung bei.

Erst am Spätnachmittag konnten wir unsere Schifffahrt antreten. Die Elbe hatte nicht genügend Wasser. Dass es doch noch geklappt hat verdanken wir den Tschechen, sie öffneten ein Wehr und die Flutwelle kam dann pünktlich. (Bei unserer letzten Reise vor 15 Jahren war das „Katastrophenhochwasser“ gerade vorbei). Die Schifffahrt mit dem Raddampfer von Königstein nach Pirna war entspannt. Es wurde kühl und das Wetter änderte sich. Die AWO-Glückskinder kamen um 19.30 Uhr ins Hotel und schon ging es los mit Gewitter und Regen. Alles gut gegangen.

5. Tag Heimreise
Auf der Heimreise ein toller Stopp in Meissen der Porzellanstadt. Wir waren begeistert von der 1,5 stündigen Führung durch das Haus und die Schauwerkstätten. Die weltweit führende Porzellanmanufaktur gehört zu den international bekanntesten und ältesten deutschen Luxusmarken. Das Symbol für die Manufaktur sind die gekreuzten Schwerter. (Wir wussten Bescheid, dank „bares für rares“). Der Rundgang begann mit einem kurzen Film, der über die Geschichte der Manufaktur, die Rohstoffe und die Herstellungsprozesse informierte. In den Schauwerkstätten erlebten wir an vier Arbeitsplätzen die Handwerkskunst, in der das Meissener Porzellan entsteht. Beim Bossierer werden die einzelnen Figurenteile zusammengefügt. An diesem Arbeitsplatz steht ein Modell der fertigen Figur, an dem sich der Bossierer orientiert. Herrliche Kunstwerke haben wir bestaunt, manche unverkäuflich. Diese Preise waren nicht so unsere Welt. Die Zeit war viel zu kurz, es gab noch so viel zu sehen.

    
Noch voller Eindrücke traten wir die Heimreise an.

Wir hatten wunderschöne Sommertage. Danke an alle Teilnehmer und unseren Fahrer Karlheinz Oberdorfer von der Firma Rösch, er hat uns die ganze Zeit prima und sicher gefahren.

Bis zum nächsten Mal.
Juni 2017,  Monika Roeske