AWO-Führung durch das schöne Haus am Fischerplätzle

02.04.2025 (organisiert von Christine Vogelmann und Horst Gauss)

Vor dem “schönen Haus“ am Fischerplätzle hat man oft gesessen, wenn Schwör- Wochenende war oder “von Elf bis Elf“ mit dem Lions Club. Man hat Kone Neubrand und seinen Freunden gelauscht oder dem Musikverein Blaustein oder oder. Und man hatte einen Bierkrug in der Hand und eine rote Wurst im Wecken.

Da Christine Vogelmann mit Familie Kletting, denen das Haus seit 1929 in der dritten Generation gehört, befreundet ist, ergab sich die Gelegenheit, das Haus von innen zu besichtigen. Familie Kletting öffnete uns die Tür. Da sich 20 Personen angemeldet hatten, wurde die Gruppe geteilt. Die eine Hälfte wurde von Frau Kletting mit ausführlichen Erklärungen durch die Räume geführt und Herr Kletting unterhielt die zweite Gruppe draußen auf der runden Bank um den Baum mit Ulm-Geschichten rund ums Haus. Dann wurde getauscht und beide erzählten ihre Geschichten nochmal.Wenn man durch die schöne Haustür dieses 1616 erbauten und 1689 erweiterten Hauses tritt, kommt man in den Hausgang. Man sieht eine schöne Truhe, darauf ein Ulmer Schachtelmodell, dem Schiff, mit dem die Waren die Donau hinab transportiert wurden. An der Decke hängt eine Zille mit Löchern im Rumpf. Sie lag früher in der Donau und drinnen schwammen die gefangenen Fische und blieben frisch. Die Lanzen des Fischerstechens sind ausgestellt und zwei Puppen in der Tracht eines Ulmer Fischerpaares steht in der Ecke.

Weiter ging es in die Zunftmeisterstube. Auch hier geht man durch eine sehr schöne Tür. Es ist ein kleiner Raum mit einem Tisch in der Mitte und ringsherum Sitzbänken. Geschmückt sind die Wände mit Regalen voller Zinnteller und Becher und einem Fischerviertel-Modell. Der Raum eignet sich gut als Partykeller, so Frau Kletting.Dann durften wir in die kleine Hauskapelle mit Chorgestühl für fünf Personen, mit einem Altar, dessen Flügel aus dem Münster stammen und den Bildersturm nach der Reformation überlebt haben. Eine kleine Orgel gibt es auch. Die Fenster sind mit echten alten Butzenscheiben verglast.Wir konnten einen Blick in den Keller werfen, in dem ein Brunnen vorhanden ist. Der ist jetzt trocken, aber bei Donauhochwasser füllt er sich und zwar nicht mit dem schmutzigen Donauwasser, sondern mit ganz klarem Grundwasser.

Am Schluss hatte Familie Kletting ein Glas Sekt und eine große Platte mit leckerem Gebäck vorbereitet. Ein toller Ausklang.Den Abschluss eines AWO Ausfluges bildet immer die Einkehr. Diesmal ging es in das  gegenüber liegende Zunfthaus, auch ein mittelalterliches Ulmer Haus.

Klaus Guhl

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