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Die Siegbert-Kollmann-Begegnungsstätte

Zur Umbenennung unserer Begegnungsstätte nach Siegbert Kollmann hatten wir eingeladen und etliche kamen. Friederike Draesner  begrüßte alle und schilderte, warum wir die Begegnungsstätte nach Siegbert Kollmann benennen wollen. Ich durfte seine AWO-Aktivitäten in seinen über dreißig AWO-Jahren nachzeichnen, von denen das Frauenhaus, der Notruf für Frauen und die Begegnungsstätte noch bestehen und wertvolle Arbeit leisten.Thomas Graf fügte einige Anekdoten bei. Dann bekam jeder ein Glas Sekt und als Friederike Draesner alle bat, Siegbert zu Ehren das Glas zu erheben, standen alle spontan auf. Standing Ovation.Jetzt heißt die Begegnungsstätte also offiziell Siegbert-Kollmann-Begegnungsstätte.

Es folgte der gemütliche Teil. Unser bewährtes Team mit Christine und Uwe Vogelmann sowie mit Uschi und Horst Gauss hatte ein Weinfest vorbereitet. Es gab Flammkuchen, dazu Suser oder Wein oder Bier oder Alkoholfreies. Dann folgte ein Südtiroler Büffet, also eine Vesper mit zum Brot – auch Schüttelbrot – den leckersten Wurst- Schinken und Käsesorten, mit Obatztem und Frischkäse, mit Weintrauben und gekochten  Eiern.

Und alles war reichlich vorhanden. So klang der gemütliche Samstagnachmittag aus, bevor man in das grausliche Herbstwetter ging.

Klaus Guhl

Beim Mostbauern in Bad Waldsee


Am 23.August 2026 brach die Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt unter der Reiseleitung von Christine Vogelmann und  Horst Gauss zum Mostbauern in Bad Waldsee auf. Außer dem Reiseleiter Horst, dem Busfahrer Winfried Raab und dem Berichterstatter hatten sich nur Frauen eingefunden.

Um 12 Uhr ging es in der Eckstraße los. Etwa 50 Minuten später erreichten wir den Mostbauernhof in der Nähe von Bad Waldsee. Er wird seit vielen Generationen von der Familie Waggershauser betrieben. Zum Start bekamen wir eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen: Himbeere oder Zwetschge.Dann begann die Fahrt mit dem Mostzügle. Eine Rundfahrt mit dem Traktor und dahinter einigen Wagen führte uns durch das weite Umland, das alles zum Mostbauernhof gehört. Es gab Stopps und die Mostbäuerin erzählte und erklärte im breitesten Schwäbisch und höchst kurzweilig, wie so ein Hof funktioniert.Zunächst berichtete sie über das Hofleben in vergangenen Zeiten, als die Bäuerin für über 20 Leute kochen musste, möglichst aus eigenen Erzeugnissen. Und kaum mit Fleisch.

Dann erklärte sie die Bedeutung von Kräutern für die Gesundheit. Und sie wusste über die Kräuter im Kräutergarten, neben dem wir standen, viel zu erzählen.

Beim nächsten Stopp standen wir bei dem Feld mit Aroniabeeren. Die Beeren stammen aus Nordamerika und wirken scheinbar Wunder. Die Familie hat nach und nach 12 ha damit bepflanzt und vermarktet sie als Saft, Gelee, Balsamico, Fruchtgummi, Pulver, Tee, Brotaufstrich und getrocknet.

Ihre nächste Herzensangelegenheit sind die Streuobstwiesen. Sie haben über 350 Bäume mit vielen alten Apfelsorten und erzeugen geschmackvollen Apfelsaft. Und sie schaffen den vielen Insekten ein schönes Umfeld. So haben sie auch einen Honig im Angebot.

Letzter Punkt der Rundfahrt war ein Besuch in der Brennerei, wo wir ein Gläschen Aronialikör verkosten konnten und viel über das Brennen – auch über die dazugehörige Bürokratie – erfuhren. Diese zwei Stunden waren höchst kurzweilig vergangen.
Letzter Punkt war jetzt eine Vesper. Auf jeden Tisch kam ein großes Brett mit verschiedenen Wurstsorten und Käse , mit Schmalz und Butter. Die Liebe zu den Kräutern war auch hier zu erkennen: das ganze Brett war überhäuft mit Kräutern und essbaren Blumen, sodass man die Wurst kaum sah. Aber es war alles reichlich vorhanden und schmeckte hervorragend mit dem guten Bauernbrot. Getrunken wurde Aronia-Most.

Um 18 Uhr begann die Heimreise und nach 40 Minuten waren wir wieder in Neu-Ulm. Ein schöner Tag bei schönen Wetter.                                         Klaus Guhl

Anna Pfänder ist eine von uns

Die Stadt Neu-Ulm hatte für die Benennung des neuen Veranstaltungssaales im ‘Heiners‘ drei  Frauen vorgeschlagen und von den 840 Personen, die bei der Onlineabstimmung teilnahmen, wählten 48.4% Anna Pfänder. Anna Pfänder setzte sich als Lehrerin, später Rektorin und Sozialreformerin über Jahrzehnte für Bildung und soziale Gerechtigkeit und Menschen in Not ein.

Und Anna Pfänder war seit der Wahl 1919 die (neben zwei weiteren) erste Frau im Neu-Ulmer Stadtrat, nachdem ein Jahr zuvor das Frauenwahlrecht eingeführt worden war. Sie war also Mitglied der SPD-Fraktion, aus der heraus unsere Arbeiterwohlfahrt gegründet wurde. Und wenn wir Clemens Högg für unseren Gründer halten, so war Anna Pfänder dicht dabei. Sie wird von der AWO in den städtischen Wohlfahrtsausschuss delegiert. In den 1930ern wird sie als Schriftführerin genannt. 1933 wird die Arbeiterwohlfahrt verboten. Bei der Neugründung am 14.08.1947 wird sie wieder als Schriftführerin in den Vorstand gewählt und bleibt das bis 1969. AWO-Mitglied bleibt sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1984.


Nun gibt es einen Anna-Pfänder-Saal am Heiner-Metzger-Platz (Bürgermeister Heiner Metzger war von 1960 bis zu seinem Tod 1997 AWO-Mitglied).

Klaus Guhl

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Mitgliederausflug nach Füssen und an den Forggensee


Das Reiseteam hatte für den 6.Juni 2026 einen Ausflug nach Füssen geplant. Die Recherche und das Buchen, sowie die Verwaltung der Anmeldungen und Zahlungen machte dann Susanne Tolnai von der Geschäftsstelle. Und die Präsentation wiederum erfolgte durch das Reiseteam. Heute waren Christine Vogelmann und Horst Gauss unsere Reiseleiter.

Als wir um 7:45 an der Neu-Ulmer Eckstraße starteten, hatten einige bereits ein Abenteuer hinter sich. Der öffentliche Personennahverkehr wurde bestreikt und die Anreise musste improvisiert werden. Ein zweiter Zustieg war diesmal in Wiblingen geplant. Er war notwendig, da Monika Roeske ihre Gymnastikgruppenfreundinnen zur Teilnahme motivieren konnte. Durch diese Gruppe erreichten wir – jetzt richtig gut – die Mindestteilnehmerzahl und die Reise konnte durchgeführt werden.

Auf der Autobahnfahrt bekamen wir im Bus die obligatorische Butterbrezel. Den Parkplatz am Forggensee erreichten wir zügig und konnten pünktlich an Bord gehen. Für uns war an Bord eine Kaffeetafel vorbereitet. Wir bekamen ein Stück Obstkuchen und eine Tasse Kaffee, wer wollte auch eine zweite.

Während der Schifffahrt konnten wir uns dann draußen aufhalten und sahen das Festspielhaus, die Kirche von Waltenhofen und in der Ferne das Schloß Neuschwanstein. Das Schiff fuhr die 12 Kilometer bis zum nördlichen Ende des Sees an die Staumauer und  zurück und war nach zwei Stunden wieder am Busparkplatz.Nächster Programmpunkt war die Besichtigung des Stadtmuseums in einem ehemaligen Benedektiner-Kloster. In zwei Gruppen wurden wir durch die Räume geführt und sahen den schönen Bibliothekssaal und den noch schöneren Kaisersaal. Wir sahen den berühmten Füssener Totentanz – gemalt 1602 von Jakob Hiebeler – und wir erfuhren von der Lautenmachertradition in Füssen. So sahen wir eine wunderschöne Laute von den Gebrüdern Seelos, die in Italien unter dem  Namen Sellas berühmt geworden waren.Zwischen der Schifffahrt und dem Museum sowie dem Museum und der Einkehr, die für 16:30 gebucht war, hatten wir jeweils Zeit zur freien Verfügung. So konnten wir von der Lechbrücke auf den Lech schauen, der viel Wasser führte. Wir konnten die Stadtpfarrkirche St.Mang oder die Spitalkirche Heilig Geist besuchen. Wir konnten das Hohe Schloß erklimmen und im Innenhof die gemalten (Fake)Fenster und Erker bewundern. Oder wir konnten durch die schönen Altstadtgassen bummeln und zum Denkmal des Lautenbauers Caspar Tieffenbrucker, den wir schon aus dem Museum kannten.Eingekehrt wurde im Gasthaus Woaze, wo alle was Leckeres zum Essen fanden. Und die meisten tranken das, was der Gaststätte möglicherweise den Namen gegeben hatte: ein Weizen.

Klaus Guhl / Bilder: Guhl  * Roeske * Vogelmann

Erster Frühlingsflohmarkt der AWO Neu-Ulm Ortsverein e.V.

Am 18. April 2026 fand der erste Frühlingsflohmarkt des AWO-Ortsvereins Neu-Ulm statt. Pünktlich um 10:00 Uhr öffneten sich die Türen, bevor die Veranstaltung um 15:00 Uhr ihren Abschluss fand.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, über den Flohmarkt zu schlendern. Während einige gezielt einkauften, nahmen sich andere Zeit zum gemütlichen Stöbern oder genossen bei Kaffee und Kuchen die entspannte Atmosphäre in der Begegnungsstätte. Der Flohmarkt erstreckte sich sowohl über den Innen- als auch Außenbereich. Zusätzlich wurde eine kleine Sitzecke gestellt um vielfältige Möglichkeiten zum Verweilen zu bieten.

Auch wenn wir uns durch unsere Werbung – darunter Plakate und Medienauftritte – eine noch größere Besucherzahl erhofft hatten, war der Tag insgesamt eine schöne Veranstaltung. Gerade weil es sich um unsere erste Veranstaltung dieser Art handelte, blicken wir optimistisch in die Zukunft und sind zuversichtlich, im kommenden Jahr noch mehr Menschen erreichen zu können.

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt: Von Butterbrezen über belegte Brötchen bis hin zu Kuchen und Getränken war für jeden Geschmack etwas dabei, sodass niemand hungrig bleiben musste. Zum Abschluss wurden die nicht verkauften Brezen und belegten Brötchen unter den Teilnehmenden verteilt – ein schöner gemeinschaftlicher Ausklang.

Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, allen voran Frau Uschi Gauss die mit großem Engagement zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Ebenfalls ein besonderer Dank an die Vorstandsvorsitzende Frau Draesner für ihre Unterstützung und ihr Engagement.

Susanne Tolnai