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Besichtigung der Ulmer Brauerei Gold Ochsen

Zum 11. März 2026 hatte Christine Vogelmann für das Reiseteam eine Besichtigung der Brauerei Gold Ochsen in Ulm gebucht. Die Haltestelle der Stadtbusse ist direkt vor der Einfahrt und so konnte jeder bequem anreisen.Um 13 Uhr begrüßte uns unser Gästeführer Uli Lubczyk, der uns sympathisch und sachkundig die nächsten neunzig Minuten treppauf treppab durch den Betrieb  führte.
Zu Beginn wurde uns ein Film gezeigt, der die Geschichte der Brauerei und auch die wesentlichen Brauvorgänge schildete. So taucht der Name Gold Ochsen das erste Mal in 1597 auf, als der Gastwirt Gabriel Mayer in der Herdbrucker Straße eine Gaststätte mit Brauerei eröffnete. 1867 taucht der Name Leibinger das erste Mal auf. Noch die heutige Chefin ist eine geborene Leibinger. Weil das Gebäude in der Herdbrucker Straße zu klein wurde, zog man 1897 in ein neues Gebäude am Veitsbrunnenweg. Der Veitsbrunnen  gründet 234 Meter tief und versorgt noch heute die Brauerei mit wertvollem Wasser.

Nun begann der Rundgang durch die Brauerei. Wir gingen durch das Sudhaus und durch den Gärkeller. Wir sahen große Kessel, einen noch aus Kupfer aber meist inzwischen aus dem pflegeleichteren Edelstahl.Überall geflieste hygienisch reine Räume. Im Sudhaus erfuhren wir, daß nach dem Reinheitsgebot im Bier nur vier Bestandteile sein dürfen: Wasser, das hier aus dem eigenen Tiefbrunnen kommt, Malz, das Mälzereien aus der Gegend aus Gerste herstellen, Hopfen, den man aus Tettnang bezieht, was weltweit anerkannte Qualität garantiert, und Hefe, die aus eigenen Kulturen selbst gezüchtet wird. Durch unterschiedliche Mischungen der Malzsorten, durch Dosierung der Hopfenpellets und verschiedene Kochzeiten wird gesteuert, welches Bier entstehen soll. Und dann wird das Bier bis zu sechs Monate gelagert. Ein Bier konnten wir aus dem großen Tank, der mehrere hundert Liter fasst, gleich vor Ort probieren.Die letzte Station war die Abfüllanlage. Wir standen auf einem Balkon oberhalb der riesigen Maschine. Ein Staplerfahrer bringt die schmutzigen Kisten voll leerer Flaschen und einer holt die sauberen Kisten mit  vollen Flaschen am anderen Ende wieder ab. Ein Mitarbeiter hält Wache, ob es eine Störung gibt, aber mehr Leute braucht man hier nicht.
Der Rundgang endete in der Kantine, wo wir alle Biere probieren hätten können. Wegen der frühen Tageszeit beließen die Meisten es aber bei einem. Und es gab Leberkäse mit Kartoffelsalat.
Wenige Tage vor dieser Besichtigung gab es eine freudige Nachricht. Die Chefin von Gold Ochsen Ulrike Freund hatte, als sie die Anmeldung der Arbeiterwohlfahrt für diese Führung sah, veranlasst, daß wir ihre Gäste sind, also nicht bezahlen müssen.Vielen Dank Frau Freund.                                                                                                                      Klaus Guhl

 

 

 

 

 

 

2025 Jahreshauptversammlung des Ortsvereins mit Wahlen

30.11.2025

Am 30. November trafen sich gegen 14 Uhr etwa 40 Mitglieder zu Kaffee und Kuchen im Schlössle-Saal in Offenhausen. So beginnen seit ein paar Jahren die Ortsvereins-Jahreshauptversammlungen. Ausnahmsweise war es diesmal ein Sonntag geworden.

Gegen halb drei dann konnte Klaus Guhl die Versammlung eröffnen. Er konnte besonders  den Stadtrat Erich Krnavek begrüßen, ferner einige anwesende Mitarbeiterinnen.

Die Versammlung erhob sich und gedachte der verstorbenen Mitglieder: Waltraud Gestle ( Mitglied im Ortsausschuss von 2009 bis ihrem Tod), Werner Jäger, Helga Deissler und Manfred Roeske.

Dann begannen die Berichte. Zunächst berichtete  die Vorsitzende Friederike Draesner über den Ortsverein. Sie nannte auch die Geschäftszahlen und berichtete, daß die Finanzierung des Notrufs große Sorgen macht. Die Frauenhausfinanzierung ist durch Kreis und Land besser abgesichert.

Den Bericht über das Frauenhaus hält immer die Leiterin. So berichtete auch heute wieder Bettina Maruhn über die Arbeit.Näheres siehe hierzu:
https://awo-neu-ulm.de/artfrauenhaus/jahresberichte/

Beim Bericht über den Notruf wechseln sich die beiden Mitarbeiterinnen immer ab. Dieses Jahr war Petra Klett an der Reihe und gab den Bericht ab.https://awo-neu-ulm.de/frauenberatung-und-notruf/

Den Bericht über die Geschäftsstelle gab Susanne Tolnai ab. Sie hatte die Arbeit von Christine Vogelmann übernommen, die in Rente gegangen war. Durch Krankheit hatte sich die Amtsübergabe etwas verzögert, nun aber war sie voll angekommen im neuen Amt.
Von den Revisoren waren Beide entschuldigt, aber sie hatten einen Text hinterlassen, der verlesen wurde. Nach den verschiedenen Berichten bestand wohl kein Bedarf an einer Aussprache und die Entlastung von Vorstand, Präsidium und Ortsausschuss erfolgte ohne Gegenstimme.

Dann folgten Wahlen. Eine geheime schriftliche Wahl ist für  Vorsitzende und Stellvertreter in der Satzung vorgeschrieben. Zur ersten Vorsitzenden kandidierte wieder Friederike Draesner und sie wurde mit 38 Ja-Stimmen von 38 abgegebenen Stimmen gewählt. Auch die vier Stellvertreter und Stellvertreterinnen kandidierten wieder. Und auch sie erhielten recht gute, wenn auch unterschiedliche Ergebnisse.  So bleiben Thomas Graf, Klaus Guhl, Monika Roeske und Thomas Wölfling stellvertretende Vorsitzende. Weitere Beisitzer waren Andrea Ehmke-Graf und Claudia Feuchter. Beide kandidierten wieder und wurden per Akklamation ohne Gegenstimmen gewählt. Im Ortsausschuss, wo ja ein Mitglied verstorben war, kandidierten drei der bisherigen Mitglieder wieder, nämlich Gisela Ganser, Uschi Gauss und Winfried Herber sowie – neu – Dietmar Österle. Und alle vier wurden per Akklamation einstimmig gewählt. Letzter Wahlgang betraf die Revisoren. Armin Prem kandidierte wieder, Uwe Fliegner allerdings nicht mehr. Für ihn konnte Klaus Auerhammer gewonnen werden. Auch hier wählte das Gremien Prem und Auerhammer per Akklamationen einstimmig.

Dem offiziellen Teil folgte jetzt der gemütliche Teil. Die traditionelle Maultaschen- oder Bratwurst-Mahlzeit wurde diesmal als Buffett gereicht. So konnte man von jedem etwas probieren. Und zwischen den Beilagen Kässpätzle, Kartoffelsalat oder grünem Salat wählen. Und man konnte gemütlich beisammen sitzen und den Tag ausklingen lassen.

Klaus Guhl

Lautertaltour mit Blaustein

Zum 9.September 2025 hatte Christine Vogelmann – assistiert von Familie Gauss – den nächsten Ausflug geplant: eine Tour mit dem Bähnle der Firma Auto-Mann, diesmal in Blaustein und seinem Stadtteil Herrlingen. Die Anreise nach Blaustein fand mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt und mit Umsteigen, aber es klappte alles gut. In Blaustein am ZOB bestiegen wir das Bähnle.Erster Programmpunkt war die Ausgrabungsstätte der 1952 entdeckten steinzeitlichen Siedlung, die zum Weltkulturerbe zählt. Das Steinzeitdorf wurde etwa vor 6000 Jahren nahe der Blau erbaut.Es wurde 100 Jahre später wieder aufgegeben, nachdem es zweimal abgebrannt war. Bei Ausgrabungen kamen Ruinen von Häusern mit Backöfen und offenen Feuerstellen zum Vorschein. Heute liegt die Siedlung wieder gut geschützt unter Erde im Grundwasser. Es gibt aber ein originalgroßes Modell eines Steinzeithauses und einen Lehmbackofen. Wir auf unserer Tour allerdings haben davon nicht viel gesehen. Wir sind vorbeigefahren, haben in der Ferne kurz das rekonstruierte Haus gesehen und mussten uns mit den Erläuterungen begnügen.
Weiter ging die Fahrt zur Villa Lindenhof. Eine wunderschöne Jugendstil-Villa von 1906. Heute befindet sich darin eine Ausstellung  über interessante Persönlichkeiten, die in Herrlingen gelebt haben. So wird Anna Essinger gewürdigt, die ein Kinderheim in der Nähe betrieb, das sie komplett nach England schmuggelte und so vor den Nazis in Sicherheit brachte.
Auch wird Erwin Rommel gewürdigt, ein Nazi-General, der, als er sich dem Widerstand anschloss, vor die Wahl gestellt wurde: Volksgerichtshof oder Selbstmord. Um die Familie zu schützen, hat er sich erschossen, und bekam ein großes ehrenvolles Staatsbegräbnis. Sein letzter Wohnort war diese Villa.
Nächste Station war das Schloß Oberherrlingen, ein Renaissanceschloß der Herren von Bernhausen. Heute befindet sich dort ein landwirtschaftlicher Betrieb und man kann das Haus nur von außen betrachten.
Ein kleiner Weg mit Kreuzwegstationen führte uns zu der Wallfahrtskapelle Maria Hilf. Das malerisch über dem Lautertal gelegene Kirchlein wurde 1708 im Auftrag der Herren von Bernhausen erbaut.Letzte Station war in Lautern die Kirche “Unserer lieben Frau“. Es gibt Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert. An der Brüstung der Empore sind die zwölf Apostel dargestellt. Ein kleiner Spaziergang führte uns zum Lauterursprung, einem Quelltopf, in den die Lauter von unten hineindrückt. Die Anlage der Quelle und daneben des historischen Pumphauses ist sehr schön gestaltet.Die Fahrt endete am Busbahnhof Herrlingen, genau neben dem Restaurant Lindenmair. Dort war für uns reserviert. Wenn einige eine große, sahnige Torte mit einer Tasse Kaffee bestellten, nahmen andere Saure Leber mit Bratkartoffeln zum Weißenbier. Oder Wurstsalat, oder Spaghetti mit Pilzen.Es war ein gemütlicher Ausklang, bevor wir wieder in den Linienbus nach Ulm stiegen.
Klaus Guhl

Besuch bei der Ulmer DLRG in Neu-Ulm

Der nächste Termin des AWO-Reiseteams fand am 4. Juni 2025 statt und konnte zu Fuß erreicht werden. Christine Vogelmann und Horst Gauss konnten Heinz Bayer von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft DLRG zu einer Führung durch die neue Rettungsstation gewinnen.Die DLRG hatte ihren Standort am Donauufer, als die große Anlage für das Orange Campus beplant wurde. Sie musste weichen und bekam einen neuen Platz auf der anderen Seite der Autobahn – zwischen Ruderern und Adenauerbrücke.

So hatte die DLRG das Glück, dass sie ein Haus nach Maß bauen konnte, bei dem alle gesetzlichen Vorschriften und Optimierungen der räumlichen Abläufe berücksichtigt werden konnten. Der stellvertretende Vorsitzende in jener Zeit, der speziell für den Bauverantwortlich war, war unser Heinz Bayer. Er kannte das Haus also wie kein anderer.Ebenerdig sind die Räume, die für die staatlichen Aufgaben benötigt werden. Zu den Hauptaufgaben zählen Wasserrettungseinsätze in der Donau und dem Ulmer Umland auf Baden-Württembergischer Seite. Dabei arbeiten sie mit den anderen Rettungsorganisationen wie Feuerwehr, Wasserwacht und THW zusammen. Hier im Erdgeschoss ist also der Stabsraum, wo Einsätze koordiniert werden,  und der Funkraum. Hier ist die Fahrzeughalle mit den Fahrzeugen und den Bootsanhängern, die Werkstatt dazu, die Druckluftstation für die Taucher, die Schleuse, wo die verschmutzt heimkehrenden Leute  sich reinigen können, die Räume mit der Arbeitskleidung  und der Bereitschaftsraum. Stationiert sind hier Taucher, die zum Beispiel bei Personensuchen zum Einsatz kommen. Und stationiert sind hier Strömungsretter, die geschult sind, bei Hochwasser mit  starken Strömungen umzugehen.In der ersten Etage sind die Räume des Vereins, immerhin einer mit 1100 Mitgliedern, davon etwa 100 ehrenamtlich aktiv. Da ist die Geschäftsstelle, ein Aufenthaltsraum, ein Jugendraum und zwei große Säle, die alle moderne Veranstaltungstechnik bieten, auch die Möglichkeit zum Einsatz von Catering. Dort finden die eigenen Mitgliederversammlungen statt. Die Räume werden aber auch vermietet oder für Kurse zur Ausbildung vom Strömungsrettern verwendet. Diese Kurse bietet der Verein für den gesamten Landesverband an. Und Schwimmkurse für Kinder und Jugendliche sind im Angebot.

Den Abschluss bildete ein Besuch in Done’s Biergarten, wo alle sich auf Wurstsalat einigten, meist mit einem Weizen. Ein gelungener Tag, der auch nicht dadurch getrübt werden konnte, dass einige auf dem Heimweg in ein Unwetter gerieten.

Klaus Guhl