Da die Söflingen-Führung mit Uwe Eichhorn von 2022 noch in so guter Erinnerung war, haben Christine Vogelmann und Otmar Schanz ihn nochmal zu einem Söflingen-Rundgang gewinnen können. Diesmal ging es um den Klosterhof.
Treffpunkt war wieder am Gemeindeplatz beim Brunnen mit den vier Söflinger Berühmtheiten. Uwe Eichhorn berichtete von den Anfängen Sevelingens, von der Klostergründung. Durch eine Schenkung des Grafen von Dillingen konnte das Klarissenkloster an dieser Stelle entstehen. Auf dem Weg zum Klosterhof konnten wir im Torbogen ein Gemälde mit der kompletten Ansicht der Klosteranlage studieren. Auch wenn der Klosterhof noch als solcher zu erkennen ist, stehen die wenigsten Gebäude der alten Anlage noch. Nach der Säkularisation waren die Grundstücke und die Steine wichtiger.
Wir gingen weiter und erreichten die Blau. Durch Kloster und Gemeinde Söflingen hatte man einen Blaukanal von der Blau abgezweigt, um diverse Mühlräder anzutreiben. Zwei Räder gibt es noch, auch wenn nicht mehr in der alten Funktion. So ist da die alte Stampfe. Die Stampfe hat den im Blautal gebrochenen Kalk zerstampft. Andere Wasserräder förderten Grundwasser oder gaben den Handwerkern Energie.
Ebenfalls am Blaukanal hat man in neuerer Zeit eine Pferdetränke gebaut, um in der Fasnet nach dem Umzug die Pferde tränken zu können und alle zwei Jahre dort die Geschichte von ‚GaugaMa‘ aufzuführen. Dabei dann ist Uwe Eichhorn federführend.
Weiter ging es in die Kirche Mariä Himmelfahrt. Sie war anfangs nur für die Nonnen geöffnet, die Bevölkerung ging in die Söflinger Kapelle St.Leonhard. Erst nach der Säkularisation wurde die Klosterkirche Gemeindekirche. Wir finden neben einem Hauptaltar, der zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit dem heiligen Franziskus und der heiligen Klara geweiht ist, zwei Nebenaltäre. Und wir finden die 15 Kreuzwegtafeln von Johann Baptist Enderle. Den Namen kennen wir schon vom Brunnen am Gemeindeplatz. Sehr schön ist auch ein Glasfenster von dem Ulmer Künstler Hermann Geyer.
Da Uwe Eichhorn im Vorstand des Museumsvereins Ulm-Söflingen ist, hatte er den Schlüssel des kleinen Heimatmuseums dabei. Aktuell gibt es eine Ausstellung von Söflinger Motiven im Manga-Stil, die von 7 – 14 jährigen gemalt wurden. Besonders interessant aber ist die Dauerausstellung mit dem Kaufmannsladen, mit der Schusterwerkstatt, mit dem Arbeitsplatz des Schriftsetzers des Söflinger Anzeigers, und mit der Webmaschine der Firma Steiger und Deschler nebst dem Apparat, mit dem man die Lochstreifen stanzen konnte, die die Muster beim Weben steuern.
Zum Abschluß gingen wir ins Cafe Ambiente. Der Italiener hatte zwar keine Kuchen, aber sein Turamisu schmeckte hervorragend zum Cappuccino. Klaus Guhl