Beim Mostbauern in Bad Waldsee


Am 23.August 2026 brach die Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt unter der Reiseleitung von Christine Vogelmann und  Horst Gauss zum Mostbauern in Bad Waldsee auf. Außer dem Reiseleiter Horst, dem Busfahrer Winfried Raab und dem Berichterstatter hatten sich nur Frauen eingefunden.

Um 12 Uhr ging es in der Eckstraße los. Etwa 50 Minuten später erreichten wir den Mostbauernhof in der Nähe von Bad Waldsee. Er wird seit vielen Generationen von der Familie Waggershauser betrieben. Zum Start bekamen wir eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen: Himbeere oder Zwetschge.Dann begann die Fahrt mit dem Mostzügle. Eine Rundfahrt mit dem Traktor und dahinter einigen Wagen führte uns durch das weite Umland, das alles zum Mostbauernhof gehört. Es gab Stopps und die Mostbäuerin erzählte und erklärte im breitesten Schwäbisch und höchst kurzweilig, wie so ein Hof funktioniert.Zunächst berichtete sie über das Hofleben in vergangenen Zeiten, als die Bäuerin für über 20 Leute kochen musste, möglichst aus eigenen Erzeugnissen. Und kaum mit Fleisch.

Dann erklärte sie die Bedeutung von Kräutern für die Gesundheit. Und sie wusste über die Kräuter im Kräutergarten, neben dem wir standen, viel zu erzählen.

Beim nächsten Stopp standen wir bei dem Feld mit Aroniabeeren. Die Beeren stammen aus Nordamerika und wirken scheinbar Wunder. Die Familie hat nach und nach 12 ha damit bepflanzt und vermarktet sie als Saft, Gelee, Balsamico, Fruchtgummi, Pulver, Tee, Brotaufstrich und getrocknet.

Ihre nächste Herzensangelegenheit sind die Streuobstwiesen. Sie haben über 350 Bäume mit vielen alten Apfelsorten und erzeugen geschmackvollen Apfelsaft. Und sie schaffen den vielen Insekten ein schönes Umfeld. So haben sie auch einen Honig im Angebot.

Letzter Punkt der Rundfahrt war ein Besuch in der Brennerei, wo wir ein Gläschen Aronialikör verkosten konnten und viel über das Brennen – auch über die dazugehörige Bürokratie – erfuhren. Diese zwei Stunden waren höchst kurzweilig vergangen.
Letzter Punkt war jetzt eine Vesper. Auf jeden Tisch kam ein großes Brett mit verschiedenen Wurstsorten und Käse , mit Schmalz und Butter. Die Liebe zu den Kräutern war auch hier zu erkennen: das ganze Brett war überhäuft mit Kräutern und essbaren Blumen, sodass man die Wurst kaum sah. Aber es war alles reichlich vorhanden und schmeckte hervorragend mit dem guten Bauernbrot. Getrunken wurde Aronia-Most.

Um 18 Uhr begann die Heimreise und nach 40 Minuten waren wir wieder in Neu-Ulm. Ein schöner Tag bei schönen Wetter.                                         Klaus Guhl

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