AWO-Fahrt zum Weihnachtsmarkt am 13.Dezember 2024 in Bad Tölz
Für die diesjährige Weihnachtsmarktfahrt hatten sich Christine Vogelmann und Horst Gauss für Bad Tölz entschieden.
Um 8 Uhr ging es los. Und gleich gab es ein (zweites?) Frühstück in Form einer Butterbrezel. Das verkürzte die Zeit und wir waren vor 11 Uhr am Ziel. Einige Stände bauten noch auf, aber viele konnte man schon bewundern. So gab es Kunstgewerbliches aus Holz (Oliven und auch Kork), aus Fellen und aus Textil. Es gab Stände mit Käse und mit Schinken, mit Honig und natürlich mit kalten und vor allem warmen Getränken. Bratwurst und Dünnele, Schupfnudeln und Kartoffelpuffer. Die Bad Tölzer Arbeiterwohlfahrt verkaufte Schmalzbrot und Glühwein. Die Schönheit der Stände wurde verstärkt durch die sie umgebende besonders schöne Bad Tölzer Marktstraße.
Um 13 Uhr dann waren wir im Marionettentheater der Stadt Bad Tölz angemeldet.
Wir sahen in einer Privatvorstellung die Geschichte vom Kasperle und seiner Weihnachtswunschlaterne, wie er um zwei seiner Wünsche betrogen wurde, es aber am Ende gut ausging und er die Prinzessin noch retten konnte. Auch wenn das Stück sicher ein Kinderstück war, konnten doch die virtuose Puppenführung und die schönen Puppen, die Kostüme und die Kulissen begeistern. Abgerundet wurde alles durch einen Blick hinter die Kulissen.
Die beiden Theaterleiter Albert Maly-Motta und Karl-Heinz Bille zeigten alles und beantworteten alle Fragen, zum Beispiel ob sie die Figuren selber machen und wie, nämlich ja und oft schon mit 3D-Druckern. Die beiden hatten im Stück auch die Puppen gespielt. Einer weiterer Puppenspieler, wenn auch als Hobby und ehrenamtlich (und heute nicht im Einsatz), hatte die Verbindung zu uns hergestellt und hatte uns begrüßt und eingeführt. Er war nach dem Renteneintritt begeisterter Puppenspieler geworden. Es war Volker Blätz, immer noch Mitglied in der Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt, bis zu seinem Umzug nach Bad Tölz 1990 Vorstandmitglied und später noch 15 Jahre als Revisor in Neu-Ulm hilfreich. Er konnte uns seine Begeisterung für das Puppentheater vermitteln.
Zum Abschluß kehrt man ja immer ein. Diesmal im Kolberbrau, ein schönes Traditionshaus in der Marktstraße. Die Speisen, die wir vom Bus aus schon bestellt hatten, kamen zügig und waren sehr lecker. Und Durst hatte man auch.
Gegen halb sechs traten wir vom Busbahnhof am Isarufer aus – alles kurze Wege – die Heimfahrt an und erreichten gegen 20 Uhr Neu-Ulm. Ein Stau um München herum störte uns nicht, wir fuhren über Memmingen. Ein erlebnisreicher Tag.
Klaus Guhl