Neues und Altes aus dem Ortsverein

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29.März 2015

LuftballonFestveranstaltung zum 30jährigen Bestehen des Neu-Ulmer Frauenhauses

Im März 1984  hat unser Frauenhaus die Arbeit aufgenommen. Ein Unterfangen, das gegen erheblichen politischen Widerstand, aber ebenso großer Hartnäckigkeit des damaligen Vorsitzenden Siegbert Kollmann in Angriff genommen wurde. Heute ist diese Einrichtung aus dem sozialen Angebot der Stadt Neu-Ulm und der Landkreise Neu-Ulm und Günzburg nicht mehr wegzudenken.  Seither haben ca. 1200 Frauen und etwa ebenso viele Kinder Schutz und Hilfe in unserer Einrichtung gefunden.
 
Zu diesem Anlass feierten wir am 29.März ein Fest mit Frauen, Kindern, Familien, Freunden und anderen Interessierten im Neu-Ulmer Edwin-Scharf-Haus. Ca. 100 Gäste verfolgten das interessante Programm, das von unserer Vorstandsvorsitzenden Friederike Draesner eröffnet wurde.  Anschließend folgten Grußworte von lokalen Politikern die ausnahmslos den Wert der Einrichtung in der Region betonten. Unser ehemaliger Vorstandsvorsitzender Siegbert Kollmann berichtete in seinem persönlichen Rückblick über die Anfänge des Neu-Ulmer Frauenhauses. Höhepunkt bildete die Festrede von Frau MdB Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), die Einblicke gab in die gesellschaftliche Entwicklung der Frauen, dem Thema häusliche Gewalt und ihre Auswirkungen, sowie der besonderen Bedeutung der Frauenhäuser in Deutschland.

Das Programm wurde mit musikalischen Einlagen des Violinenduos „MIRIAM und VANESSA“ begleitet, das musikalische  Rahmenprogramm gestaltet die Neu-Ulmer Jazzband „TAKE FOUR“. Zum Abschluss der Veranstaltung beiendruckte das multimedialen Theaterensemble „BLUESPOTS PRODUCTIONS“ mit seinem Gastspiel zum Thema häusliche Gewalt mit dem Titel "Call a Conflict", das bei vielen der Besuchern große Betroffenheit auslöste.

Das Ende und gleichzeitig der Höhepunkt der Veranstaltung bildete eine spektakuläre Aktion, bei der wir mit unseren Gästen 1200 Luftballons in den Himmel aufsteigen ließen, stellvertretend für die Anzahl der Frauen die durch unser Frauenhaus ihre Gewaltsituation verlassen konnten.

 

 

siehe hierzu auch:
Festschrift, 30 Jahre AWO Frauenhaus Neu-Ulm
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Frauenhaus-Neu-Ulm-Vor-30-Jahren-gegen-Widerstand-gegruendet

 

 

13.März 2015

Gedenkveranstaltung zum 70. Todestag von Clemens-Högg

März 1945 – also vor ziemlich genau 70 Jahren – verstarb nach unendlichen Qualen der Gründer der Augsburger, Neu-Ulmer und schwäbischen Arbeiterwohlfahrt, Clemens Högg, im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Im Rahmen einer Feierstunde im Augsburger Rathaus gedachte die AWO Schwaben zusammen mit den Städten Augsburg und Neu-Ulm seines außergewöhnlichen Einsatzes für eine gerechte Gesellschaft. Sein grausamer Tod soll uns auch künftig Mahnung dafür sein, für Frieden und Gerechtigkeit sowie konsequent gegen den alltäglichen Rassismus in unserer Gesellschaft einzutreten. Wir danken allen, die die AWO und ihre sozialen Aufgaben bei der Gedenkveranstaltung im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses vertreten haben. Ganz besonders aber auch den Gliederungen und Einrichtungen, die im Rahmen der Wochen gegen Rassismus im März mit vielen Aktionen Flagge gezeigt haben.

 

Herr Bürgermeister Obert aus Neu-Ulm, der mit seinen Worten Clemens Högg ebenfalls die Ehre erwies.

Clemens-Högg-2

siehe auch:

http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Sie-demuetigten-ihn-bis-in-den-Tod-id33327467.html
http://www.awo-schwaben.de/:awo-praesidium-ehrt-clemens-hoegg

 

Clemens Högg – Kurzbiographie

Clemens Högg

1880 – 1945

Clemens Högg wurde am 20. November 1880 in Wurzach geboren. Dort erlernte er das Schmiedehandwerk und nach der obligatorischen Wanderschaft zog er nach Ulm und wurde dort Mitglied des SPD-Parteivorstandes. 1911 gründete er die Neu-Ulmer SPD als selbständige Sektion. Bei Kriegsausbruch im Jahre 1914 wurde Clemens Högg zur Artillerie in Neu-Ulm eingezogen. Ein Kriegseinsatz folgte. 1916/1917 leistete er Arbeitsdienst bei der Fa. MAN in Augsburg und knüpfte erste Kontakte zur Augsburger Sozialdemokratie, die seinen weiteren Lebenslauf bestimmten. Noch blieb er aber Ulm und Neu-Ulm treu. Von 1919 bis 1920 übte er das 2. Bürgermeisteramt in Neu-Ulm aus. Er wird 1919 auch Stadtrat und bereitet mit anderen die Gründung der Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt im Jahre 1922 vor. Im selben Jahr zieht er nach Augsburg. An seine Neu-Ulmer Zeit erinnert ein 1983 ihm im Stadtteil Pfuhl gewidmeter Weg. Und die Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt benennt 1985 ihr  Geschäftsstellenanwesen in der Glacisstraße in Clemens-Högg-Haus.

siehe auch historisches Dokument: Clemens Hoegg Haus der Neu-Ulmer AWO 1988

 

28.August 2013

Besuch der Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in Neu-Ulm

„ … ich muss doch noch zu meiner AWO …“ mit diesen Worten löste sich frau kraft aus der Menge, die sie umringte, nachdem sie die Bühne verlassen hatte, auf der sie zuvor eine beeindruckende Rede gehalten hatte. Am AWO-Stand sprach sie dann mit der Vorsitzenden des Ortsvereins Friederike Draesner und anderen AWO-Mitgliedern. Auch wenn ihr Besuch nur kurz war, hinterließ sie ein Gefühl, dass man es mit ihr mit einem Menschen wie du und ich zu tun hatte. Ihre Wahlrede zur Unterstützung der Neu-Ulmer SPD im Bayrischen Landtagswahlkampf hingegen zeigte starkes sozialdemokratisches Profil. Laut der lokalen Presse waren 800 Besucher auf den Petrusplatz gekommen um Frau Kraft zu zuhören. Gutes Wetter und ein nettes Rahmenprogramm mit angenehmer Bigband Musik trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei

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