Lignano 6-Tagereise – 2013

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vom 21. – 26. Mai 2013
Bericht von Monika Roeske

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LIGNANO Friaul – julisch Venetien
Reiseleitung Monika Roeske und Christa Heinl

1. Tag – Anreise

Um 6.00 Uhr starteten wir über München, Salzburg, Villach, Udine nach Lignano. Zu einem zweiten Frühstück gab es unterwegs Butter-Leberwurstbrezeln und Kaffee.

Diese Pausen, auch die zweite mit Wienerle, Butterbrot, Essiggurken, sind immer sehr gemütlich. Alles schwatzt und freut sich, lernt sich neu kennen oder sieht sich wieder. – Dieses Jahr hatten wir ganz besondere Mitreisende:

Zwei „GOLDENE HOCHZEITSPAARE“.

Die mussten natürlich gefeiert bzw. geehrt werden. Unsere bekannten Schnapsgläsle wurden mit Goldbändern verziert und die goldene Kerze für den Hoteltisch war natürlich auch dabei.

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Wir wohnten direkt am Meer im 4-Sterne Hotel Columbus. Die Sonnenschirme und Liegen standen schon bereit. Na, dazu hatten wir fast keine Zeit. Am Abend trafen wir uns zum Sektempfang und leckerem Essen. Viele machten noch einen Abendspaziergang in der ewig langen Fußgängerzone, der Rest verschwand sehr zeitig in den Zimmern, wir waren alle auch sehr früh aufgestanden.

2. Tag – Ausflug Triest und Schloss Miramare (ganztägig)

Pietro Scagnol hieß unser italienischer Reiseführer für die nächsten vier Tage. Ein sehr fröhlicher Italiener, der uns mit seinem großen Wissen zu höchster Aufmerksamkeit brachte. Im Friaul gibt es eine eigene Sprache (kein Dialekt). Die Hauptstadt Triest hat 200 000 Einwohner. Erst seit 100 Jahren gehört diese Region (julisch Venetien) zu Italien, vorher 500 Jahre zu Österreich. Zur Stadtführung hatten wir unsere Reisegruppe geteilt, so konnte jeder alles gut hören und auf „fußgeschädigte“ Teilnehmer Rücksicht genommen werden. Nach der Mittagspause fuhren wir zum Schloss Miramare, der Name bedeutet „Bewundere das Meer“.   

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Es liegt wunderschön am Meer und strahlt schon von weitem in WEISS. Eine Gruppe ist zuerst im Park lustgewandelt oder war im Cafe, die anderen erhielten von Pietro eine Schlossführung, dann umgekehrt. Vor Abfahrt des Busses musste natürlich auf diesen schönen Tag angestoßen werden. Unsere Bar war wieder gut gefüllt, die Gläschen am Band hatten die Profis schon um den Hals hängen.

3. Tag – Ausflug nach Aquileia und Grado (halbtägig) 

Aquileia
Nach dem Frühstück besuchten wir zuerst die Basilika zu Aquileia, sie weist größtenteils romanisch-gotische Formen auf. Der Boden besteht aus einem wunderschönen farbigen Mosaik aus dem 4. Jh., das ab 1909 ans Licht gebracht wurde. Mit 750 qm ist der Fußboden das größte frühchristliche Mosaik der westlichen Welt (Weltkulturerbe). Wir gingen auf gläsernen Laufstegen und haben die wunderschönen Mosaiks bewundert.

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Grado
Wir bummelten mit unserem Reiseführer durch Grado und besichtigten eine Kirche. Anschließend verteilten wir uns im Ort und machten eine Mittagspause, dann ging es zurück nach Lignano, freie Zeit war angesagt. Gepflegter Mittagsschlaf oder wandern am Strand, shopping in der Fußgängerzone, Sonnenbad mit sehr starkem Wind, alles war möglich.

4. Tag – Lagunen
-Schifffahrt ausgefallen
  – nachmittags Palmanova mit Weinprobe

Zum Frühstück haben wir unser Geburtstagskind Inge hoch leben lassen. Von dem Geburtstagstisch + AWO Gesang war sie ganz begeistert und gerührt.
Auf unsere Schifffahrt hatten sich alle schon gefreut. Die Schwimmreifen und –flügel , Sonnencreme, Sonnenhüte (Spuktüten) lagen schon parat. Leider leider kam dann alles anders. Ab 6 Uhr haben wir ein 5-stündiges Gewitter mit Sturm und starkem Regen erlebt und saßen im Hotel fest, an rausgehen war nicht zu denken. Kartenspielen, Stadt-Land-Fluss, lesen, fernsehen, schwätzen. An einem Tisch gab es einen Einführungskurs im Schafkopfspielen. Kurzfristig haben wir für alle ein Spaghetti-Mittagessen + Salatbüfett zu einem günstigen Preis mit dem Hotel organisiert. Danach wurde das Wetter trockener, wir fuhren in die Festungsstadt Palmanova, besichtigten ein Militärmuseum und den sternförmig angelegten Platz der Stadt.

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Dann ging es zur Weinprobe. Es erwartete uns sehr reichlich gedeckte Tische mit Schinken, Salami und Käse, dazu Weiß- oder Rotwein und ein sehr leckerer Prosecco. Eingekauft wurde viel. Andreas meinte schon, dass wir dann halt die Koffer da lassen müssten. Das bestellte Wetter für unser Geburtstagskind hatte nun leider nicht geklappt. Am Abend kam noch die Überraschung – eine Geburtstagstorte, Kerzen und „Ständle“ der Kellner. Anschließend wurde weitergefeiert in unserer kleinen Kneipe und von uns ihr Wunschlied „die Caprifisch“ perfekt gesungen. So einen schönen Geburtstag hätte sie noch nie gehabt! Schön.

5. Tag – Ausflug Udine und San Daniele (ganztägig)

Der Regen trieb uns zuerst in ein schönes altes Cafe. Mit Espresso und Cappuccino haben wir uns gestärkt für die Stadtführung und dabei auf schwächeren Regen gewartet. Der Dom, die Fresken von Tiepolo, der alte Marktplatz, alles mit Schirm und in zwei Gruppen ging prima.

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Nach unserer Stadtführung fuhren wir nach San Daniele, der Schinkenstadt. Leckerer luftgetrockneter Schinken (Prosciutto), Salami, Weißwein erwartete uns. Dies hatten wir, sparsam wie wir sind, als Mittagessen eingeplant. – Der Schinken hat eine Reifezeit von mindestens 13 Monaten. Nun wurden wir zu Kennern und waren alle ganz begeistert. Eingekauft haben wir wie die Weltmeister. In der reizvollen Altstadt gab es wie jeden Tag noch einen italienischen Espresso Macchiato.

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Allerdings war dieser Tag überschattet von der Krankheit einer Teilnehmerin. Sie wurde in Udine in der Universitätsklinik sehr gut versorgt. Leider konnten wir sie nicht mit nach Hause nehmen. Ihr Mann blieb mit dort und nach 5 Tagen wurde sie mit einem Krankentransport nach Hause bzw. ins BWK gebracht. Im Namen aller sehr besorgten Teilnehmer wünschen wir weiterhin gute Besserung.

6. Tag Heimreise

Nach einer zügigen Heimfahrt waren wir gegen 18 Uhr wieder im wesentlich kühleren Neu-Ulm. Eine schöne Reise ging zu Ende. Wie immer war die AWO eine große Familie in der viel gelacht wird und sich jeder wohl fühlt. 40 Teilnehmer, wir hatten mit diesem Ziel eine gute Wahl getroffen. Das freut natürlich das ganze Reiseteam.

Ein großes Danke geht an unseren Superfahrer Andreas Langhammer und an alle großen und kleinen Helfer unterwegs.

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Juni 2013, Monika Roeske

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