ABANO 2015 Kultur- und Wellnesswoche

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6-tägige Reise Abano Terme vom 24. bis 29. März 2015
Reiseleitung Monika Roeske und Christa Heinl

Ein Bericht von Monika Roeske

1. Tag – Anreise
Es ist kalt und alle Mitreisenden waren froh im Warmen in unserem bequemen 5-Sterne Bus zu sitzen. Während der Pausen lernen sich die neuen und unsere „alten“ Gäste schnell kennen. Ungewöhnlich war die Zusammensetzung unserer Gruppe: 26 Damen und 3 Herren, das gab Anlass zu vielen Späßen. Wie immer zum 2. Frühstück Butterbrezeln + Kaffee und gegen Mittag dann das übliche 5-Gänge-Menü mit Wienerle, Senf, Butterbrot, Essiggurken + das Schnäpsle. Um ca. 17 Uhr waren wir in Abano im ruhig gelegenen Hotel Smeraldo. Zum Zimmerschlüssel wurden gleichzeitig die Massagepläne verteilt. Einige haben sofort das Thermalbecken „eingeweiht“. Um 19.30 Uhr traf man sich zum Abendessen. Ein langer Tag und wir fielen todmüde ins Bett.- Abano ist der bedeutendste Kurort für Fangotherapie und ist anerkannt als größte Thermalstadt der Welt: alle Hotels haben eigene professionelle Thermalzentren.  70 % der Kurgäste sind deutschsprachig.

2. Tag – Halbtagsausflug Chioggia
Gleich nach dem Frühstück nahmen einige Damen schon ihren Massagetermin oder Inhalationen wahr, andere sah man im Thermalbad und auf dem Markt in Abano. Unser Fahrer Pascal Mauz hatte uns netterweise kurz hingefahren. Regen – Regen und kein Ende.

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Nach dem Mittagessen traf man sich zum Ausflug nach Chioggia, die wichtigste Stadt der Fischerei. Unsere Reiseführerin Sandra Rizzi erzählte uns viel zur Geschichte des Venetos. Die Fahrt bei strömendem Regen und Sturmböen. Auf der langen Brücke, die Chioggia mit dem Festland verbindet, wurde unser Bus ganz schön durchgeschüttelt und Fahrer Pascal Mauz musste das Lenkrad ziemlich fest halten. Der auf Holzpfählen errichtete „Klein-Venedig“ genannte Ort hat etwa 50.000 Einwohner. Viel konnten wir bei dem starken Regen und Wind leider nicht sehen, schade, es wäre so schön gewesen. Wir hofften auf besseres Wetter.

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Nach dem wie jeden Tag sehr leckeren Abendessen wollten wir in der Bar nur einen „Absacker“ trinken, aber wir wurden überrascht, es gab eine „Modenschau“ bei der wir  uns sehr amüsiert haben. Die meisten Modelle waren für die im Hotel anwesende Altersklasse schlichtweg „nicht tragbar“ (waren wir zu Jung?). Ob anschließend und am nächsten Morgen gute Geschäfte gemacht wurden?

3. Tag – Halbtagsausflug Rundfahrt Euganäische Hügel

Hurra, es regnet nicht mehr so stark, wir sind ja bescheiden geworden. Viele bleiben vormittags im Hotel und genießen die Terme. Für einige Damen ist natürlich der Markt in  Montegrotto heute angesagt, der auch viel schöner und größer ist als der in Abano. Danke unserem Fahrer, der uns ganz unkompliziert hingefahren hat. Zurück dann zu Fuß oder Taxi, es war nicht weit. Nun konnte auch eingekauft und gebummelt werden.
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Ohne Mittagsschlaf ging es nach dem Essen zur Rundfahrt in die Euganäischen Hügel. Die Gärten der Villa Barbarigo haben wir nicht besucht, es war zu kalt und regnerisch und die Vegetation in Italien auch noch nicht besonders weit. Eine Allee von schon blühenden Zierpflaumen machte uns „Frühlingsgefühle“. Über  „Sophia Loren-Straßen“ = kurvenreich ging es durch die Hügel. Wir machten einen kurzen Spaziergang und probierten Giuggiole eine leckere Frucht. Pause in Este, der ältesten Stadt der Region.
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4. Tag – Ganztagesausflug nach Ferrara und Fahrt durch das Po-Delta
In Ferrara erwartete uns die Stadtführerin Maria Theresa direkt am schönen Wasserschloss – Castello Estense – der Familie d´Este.

 


Die Este sind eines der ältesten italienischen Adelsgeschlechter. Sie regierten 1240–1597 Ferrara und 1288–1796 Modena. Seit 1452 waren sie Herzöge von Modena. Angehörige der Familie waren bedeutende Mäzene der Renaissancezeit. Ferrara ist wegen seiner Kunstschätze weltbekannt.
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Eine begehbare 9,3 km lange antike Stadtmauer umgibt die Stadt und ein 30 ha großer Stadtpark (ehemaliges Jagdgebiet der Familie d`Este) liegt gleich daneben. Am Palazzo dei Diamanti mit einer Fassade aus 8.500 diamantförmig zugeschnittenen Steinen fuhren wir mit dem Bus vorbei.
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Ein klein wenig blitzt die Sonne raus, aber bei dem kalten Wind sind alle froh über Anorak, Schals und Kapuzen. Die „Ferraresis“ tragen Winterklamotten und Stiefel. Wir haben Glück, heute sind, wie schon vor 3 Jahren in Padua, wieder frischgebackene verkleidete „Dottores“ unterwegs, das ist sehr amüsant zu beobachten, wie mit Familien und Freunden diese letzte Prüfung auf den Plätzen gefeiert wird. Für eine kurze Mittagspause trennen wir uns, anschließend geht es mit dem Bus zur Rundfahrt in das Po-Delta. Die Felder stehen unter Wasser und zum Teil hat der Fluss Hochwasser. Leider war die Natur nicht besonders weit. Wir schauen uns dick vermummt von außen das Kloster an. Pomposa ist eine ehemalige Abtei des Benediktiner-Ordens an der Mündung des Po in Nord-Italien. Sie liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Codigoro in der Provinz Ferrara. Weiter ging es nach Comacchio. Wir stiegen die Treppen hoch und besichtigten die originelle Brücke, Trepponti genannt und die Kanäle. Vor der Heimfahrt gab es noch die Überraschung „Schnapseier“ = richtige Ostereier und dazu einen Schnaps. Auf der Heimfahrt schien die Sonne und wir sahen die Euganäischen Hügel ohne Nebel und in der Ferne die schneebedeckten Berg. Spruch: guckt mal, die Sonne, die ist soooo agressiv!
2015-Abano Bild 19png2015-Abano Bild 20Am Abend dann ein mehrgängiges „Dinner“ incl. Wasser + Wein und anschließend Tanz bei italienischer Musik. Wir waren ganz schön lustig und albern. Einige wenige „Mädels“ hatten viel Spaß beim Tanzen im Freistil. Da staunten die anderen Hotelgäste nur.

 

 

5. Tag – Ganzstagesausflug Venedig
Strahlende Gesichter beim Frühstück und strahlender Sonnenschein. Endlich, und dann das highlight Venedig. Vor lauter Vorfreude machten wir im Bus zwei Minuten Frühgymnastik zu ABBA-Musik. Mit dem Linienschiff fuhren wir von Fusina nach Venedig/Zattere. Treffpunkt mit der Stadtführerin war der Markusplatz am Dogenpalast-Ausgang. Der Hinweg machte uns ganz schön Kopfzerbrechen, zum Teil wurden wir auch in die falsche Richtung geschickt, na ja, wir haben es nach 45 Minuten geschafft. Da waren wir nun auf dem berühmten Platz aber: die Stadtführerin war nicht da. So hieß es für den Busfahrer und Monika Roeske „Nerven haben wir Drahtseile“. Es war nicht einfach bis das klappte. Die Gruppe wartete geduldig (Dankeschön dafür von Monika).
Der Markusplatz und der Dogenpalast, der Uhrturm mit den beiden Mohren, der Campanile von San Marco 98,60 m hoch. Im Jahr 1902 brach er zusammen und wurde 1912 wieder aufgebaut. Überall die geflügelten Löwen, das Wappentier der Stadt. Wir besichtigten einen kleinen Teil der Markuskirche. Der Palazzo Contarini dal Bovolo steht abseits und wir standen auf einmal davor. Toll. Am Liebsten wären wir stundenlang mit einer Gondola und einem tollen Gondoliere durch den Canal Grande gefahren. Traditionell ein Männerberuf,  seit 2007 ist erstmals auch eine Frau als Gondoliera tätig. Sie musste sich ihre Lizenz vor Gericht erstreiten. Unglaublich!!
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Am Abend saßen wir in einer riesigen Abschieds-Runde noch zusammen. In der Nacht wurde die Uhr auf Sommerzeit umgestellt. Also BITTE ja nicht vergessen. Wir müssen pünktlich weg.     

6. Tag Heimreise
Es hat geklappt, alle waren überpünktlich am Bus. Keiner hat verschlafen bzw. den Wecker falsch gestellt. Unsere Reise war zu Ende, es ging wieder heim ins „Ländle“.
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Wellness und Kultur, das war eine gute Entscheidung, dies habe ich öfter gehört. In der AWO-Familie zu verreisen macht wirklich Freude. Alle sind unkompliziert und verstehen sich prima. Man nimmt aufeinander Rücksicht und freut sich aufeinander.

Danke an unseren Fahrer Pascal (Marcel !) Mauz.
April 2015, Monika Roeske

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