Archiv der Kategorie: Freizeit & Reisen

Mitgliederausflug 2025 – nach Blumberg im Schwarzwald

Für den diesjährigen Mitgliederausflug hatte Christine Vogelmann – zusammen mit Horst Gauss – eine Fahrt in den Schwarzwald organisiert.

Am 24 Mai ging es um 8 Uhr beim Alfred-Schneider-Haus in der Eckstraße los. Die Fahrt führte uns durch das wunderschöne Donautal entlang der aufragenden Felsen und durch viele Tunnel in zwei Stunden zum Parkplatz des Klosters Beuron zur traditionellen Brezelpause. Der Gairing-Busfahrer Winfried Raab baute Tische auf und brachte den Kaffee. Die Brezel wurden von vielen Helferinnen mit Butter oder Leberwurst geschmiert. Einige Ausflügler genehmigten sich auch ein Glas Prosecco, eine Spende der AWO.

Dann blieb noch Zeit, einen Blick in die wunderschöne barocke Beuroner Abteikirche zu werfen. Sie ist St.Martin gewidmet. Der Altar allerdings war wohl wegen einer Restaurierung gerade verhängt. Besonders schön ist auch die Gnadenkapelle, die vom Hauptschiff abgeht. Sie ist der Marienverehrung gewidmet.Um 11 Uhr ging die Fahrt weiter und nach einer Stunde erreichten wir Blumberg. Wir waren auf eine Fahrt mit der Sauschwänzlebahn gebucht. Es blieb aber noch Zeit zum Blick in das Bahnmuseum und auf das Stellwerk. Einige  gingen noch den Weg zum  Werksverkauf der Schwarzwälder-Schinken-Fabrik Schwarzwaldhof und sorgten für leckere Mitbringsel.

Um 14:10 Uhr fuhr unsere Bahn. Die Bahn fährt auch mit Dampflokomotiven. Wir hatten aber eine Diesellokomotive von 1965, gebaut in Kiel.Wir hatten ein eigenes Abteil und konnten den Charme der über 130 Jahre alten Wagen genießen. Wir saßen auf Holzbänken eng zusammen – die Leute waren früher wohl schlanker. Die Fenster konnte man öffnen, mit etwas Kraft zwar und bis jemand rief: es zieht. Es kam ein Schaffner in Uniform zur Fahrkartenkontrolle und es kam ein Verkaufswägele durch den Zug, mit Getränken, aber auch mit Souvenirs. Die Bahn fuhr in einer Stunde nach Weizen, wo etwa eine halbe Stunde Pause war. Dann ging es zurück. Es war eine interessante Fahrt, allerdings die namensgebenden Schleifen und Kringel  und die berühmten Viadukte der Sauschwänzlebahn konnte man bei der Fahrt vom Zug aus nicht sehen. Dazu musste man ins Museum und das Modell anschauen.Wieder in Blumberg angekommen gings mit dem Bus Richtung Dellmensingen. Hier waren wir im Gasthof Adler angemeldet. Die vorab bestellten Gerichte kamen zügig. Es gab Wurstsalat, Tellersulz und  verschiedene Schnitzel, auch als Gemüseschnitzel. Es gab einen großen Salatteller und es gab saure Kutteln mit Bratkartoffeln. Dazu passte dann ein Hefeweizen, das der Adler in eigener Brauerei produziert. Um 21 Uhr waren alle satt. Und der Weg nach Neu-Ulm war nicht mehr weit. Ein schöner Ausflug bei sehr schönem Wetter.

Klaus Guhl

AWO-Führung durch das schöne Haus am Fischerplätzle

02.04.2025 (organisiert von Christine Vogelmann und Horst Gauss)

Vor dem “schönen Haus“ am Fischerplätzle hat man oft gesessen, wenn Schwör- Wochenende war oder “von Elf bis Elf“ mit dem Lions Club. Man hat Kone Neubrand und seinen Freunden gelauscht oder dem Musikverein Blaustein oder oder. Und man hatte einen Bierkrug in der Hand und eine rote Wurst im Wecken.

Da Christine Vogelmann mit Familie Kletting, denen das Haus seit 1929 in der dritten Generation gehört, befreundet ist, ergab sich die Gelegenheit, das Haus von innen zu besichtigen. Familie Kletting öffnete uns die Tür. Da sich 20 Personen angemeldet hatten, wurde die Gruppe geteilt. Die eine Hälfte wurde von Frau Kletting mit ausführlichen Erklärungen durch die Räume geführt und Herr Kletting unterhielt die zweite Gruppe draußen auf der runden Bank um den Baum mit Ulm-Geschichten rund ums Haus. Dann wurde getauscht und beide erzählten ihre Geschichten nochmal.Wenn man durch die schöne Haustür dieses 1616 erbauten und 1689 erweiterten Hauses tritt, kommt man in den Hausgang. Man sieht eine schöne Truhe, darauf ein Ulmer Schachtelmodell, dem Schiff, mit dem die Waren die Donau hinab transportiert wurden. An der Decke hängt eine Zille mit Löchern im Rumpf. Sie lag früher in der Donau und drinnen schwammen die gefangenen Fische und blieben frisch. Die Lanzen des Fischerstechens sind ausgestellt und zwei Puppen in der Tracht eines Ulmer Fischerpaares steht in der Ecke.

Weiter ging es in die Zunftmeisterstube. Auch hier geht man durch eine sehr schöne Tür. Es ist ein kleiner Raum mit einem Tisch in der Mitte und ringsherum Sitzbänken. Geschmückt sind die Wände mit Regalen voller Zinnteller und Becher und einem Fischerviertel-Modell. Der Raum eignet sich gut als Partykeller, so Frau Kletting.Dann durften wir in die kleine Hauskapelle mit Chorgestühl für fünf Personen, mit einem Altar, dessen Flügel aus dem Münster stammen und den Bildersturm nach der Reformation überlebt haben. Eine kleine Orgel gibt es auch. Die Fenster sind mit echten alten Butzenscheiben verglast.Wir konnten einen Blick in den Keller werfen, in dem ein Brunnen vorhanden ist. Der ist jetzt trocken, aber bei Donauhochwasser füllt er sich und zwar nicht mit dem schmutzigen Donauwasser, sondern mit ganz klarem Grundwasser.

Am Schluss hatte Familie Kletting ein Glas Sekt und eine große Platte mit leckerem Gebäck vorbereitet. Ein toller Ausklang.Den Abschluss eines AWO Ausfluges bildet immer die Einkehr. Diesmal ging es in das  gegenüber liegende Zunfthaus, auch ein mittelalterliches Ulmer Haus.

Klaus Guhl

Führung Klosterhof Söflingen 18.März 2025

Da die Söflingen-Führung mit Uwe Eichhorn von 2022 noch in so guter Erinnerung war, haben Christine Vogelmann und Otmar Schanz ihn nochmal zu einem Söflingen-Rundgang gewinnen können. Diesmal ging es um den Klosterhof.

Treffpunkt war wieder am Gemeindeplatz beim  Brunnen mit den vier Söflinger Berühmtheiten. Uwe Eichhorn berichtete von den Anfängen Sevelingens, von der Klostergründung. Durch eine Schenkung des Grafen von Dillingen konnte das Klarissenkloster an dieser Stelle entstehen. Auf dem Weg zum Klosterhof konnten wir im Torbogen ein Gemälde mit der kompletten Ansicht der Klosteranlage  studieren. Auch wenn der Klosterhof noch als solcher zu erkennen ist, stehen die wenigsten Gebäude der alten Anlage noch. Nach der Säkularisation waren die Grundstücke und die Steine wichtiger.

Wir gingen weiter und erreichten die Blau. Durch Kloster und Gemeinde Söflingen hatte man einen Blaukanal von der Blau abgezweigt, um diverse Mühlräder anzutreiben.  Zwei Räder gibt es noch, auch wenn nicht mehr in der alten Funktion. So ist da die alte Stampfe. Die Stampfe hat den im Blautal gebrochenen Kalk zerstampft. Andere Wasserräder förderten Grundwasser oder gaben den Handwerkern Energie.

Ebenfalls am Blaukanal hat man in neuerer Zeit eine Pferdetränke gebaut, um in der Fasnet nach dem Umzug die Pferde tränken zu können und alle zwei Jahre dort die Geschichte von ‚GaugaMa‘ aufzuführen. Dabei dann ist Uwe Eichhorn federführend.

Weiter ging es in die Kirche Mariä Himmelfahrt. Sie war anfangs nur für die Nonnen geöffnet, die Bevölkerung ging in die Söflinger Kapelle St.Leonhard. Erst nach der Säkularisation wurde die Klosterkirche Gemeindekirche. Wir finden neben einem Hauptaltar, der zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit dem heiligen Franziskus und der heiligen Klara  geweiht ist, zwei Nebenaltäre. Und wir finden die 15 Kreuzwegtafeln von Johann Baptist Enderle. Den Namen kennen wir schon vom Brunnen am Gemeindeplatz. Sehr schön ist auch ein Glasfenster von dem Ulmer Künstler Hermann Geyer.

Da Uwe Eichhorn im Vorstand des Museumsvereins Ulm-Söflingen ist, hatte er den Schlüssel des kleinen Heimatmuseums dabei. Aktuell gibt es eine Ausstellung von Söflinger Motiven im Manga-Stil, die von 7 – 14 jährigen gemalt wurden. Besonders interessant aber ist die Dauerausstellung mit dem Kaufmannsladen, mit der Schusterwerkstatt, mit dem Arbeitsplatz des Schriftsetzers des Söflinger Anzeigers, und mit der Webmaschine der Firma Steiger und Deschler nebst dem Apparat, mit dem man die Lochstreifen stanzen konnte, die die Muster beim Weben steuern.

Zum Abschluß gingen wir ins Cafe Ambiente. Der Italiener hatte zwar keine Kuchen, aber sein Turamisu schmeckte hervorragend zum Cappuccino.                                   Klaus Guhl

2024 Weihnachtsausflug für Mitglieder nach Bad Tölz

AWO-Fahrt zum Weihnachtsmarkt am 13.Dezember 2024  in Bad Tölz

Für die diesjährige Weihnachtsmarktfahrt hatten sich Christine Vogelmann und Horst Gauss für Bad Tölz entschieden.

Um 8 Uhr ging es los. Und gleich gab es ein (zweites?) Frühstück in Form einer Butterbrezel. Das verkürzte die Zeit und wir waren vor 11 Uhr am Ziel. Einige Stände bauten noch auf, aber viele konnte man schon bewundern. So gab es Kunstgewerbliches aus Holz (Oliven und auch Kork), aus Fellen und aus Textil. Es gab Stände mit Käse und mit Schinken, mit Honig und natürlich mit kalten und vor allem warmen Getränken. Bratwurst und Dünnele, Schupfnudeln und Kartoffelpuffer. Die Bad Tölzer Arbeiterwohlfahrt verkaufte Schmalzbrot und Glühwein. Die Schönheit der Stände wurde verstärkt durch die sie umgebende besonders schöne Bad Tölzer Marktstraße.Um 13 Uhr dann waren wir im Marionettentheater der Stadt Bad Tölz angemeldet. Wir sahen in einer Privatvorstellung die Geschichte vom Kasperle und seiner Weihnachtswunschlaterne, wie er um zwei seiner Wünsche betrogen wurde, es aber am Ende gut ausging und er die Prinzessin noch retten konnte. Auch wenn das Stück sicher ein Kinderstück war, konnten doch die virtuose Puppenführung und die schönen Puppen, die Kostüme und die Kulissen begeistern. Abgerundet wurde alles durch einen Blick hinter die Kulissen. Die beiden Theaterleiter Albert Maly-Motta und Karl-Heinz Bille zeigten alles und beantworteten alle Fragen, zum Beispiel ob sie die Figuren selber machen und wie, nämlich ja und oft schon mit 3D-Druckern. Die beiden hatten im Stück auch die Puppen gespielt. Einer weiterer Puppenspieler, wenn auch als Hobby und ehrenamtlich (und heute nicht im Einsatz), hatte die Verbindung zu uns hergestellt und hatte uns begrüßt und eingeführt. Er war nach dem Renteneintritt begeisterter Puppenspieler geworden. Es war Volker Blätz, immer noch Mitglied in der Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt, bis zu seinem Umzug nach Bad Tölz 1990 Vorstandmitglied und später noch 15 Jahre als Revisor in Neu-Ulm hilfreich. Er konnte uns seine Begeisterung für das Puppentheater vermitteln.Zum Abschluß kehrt man ja immer ein. Diesmal im Kolberbrau, ein schönes Traditionshaus in der Marktstraße. Die Speisen, die wir vom Bus aus schon bestellt hatten, kamen zügig und waren sehr lecker. Und Durst hatte man auch.Gegen halb sechs traten wir vom Busbahnhof am Isarufer aus  – alles kurze Wege – die Heimfahrt an und erreichten gegen 20 Uhr Neu-Ulm. Ein Stau um München herum störte uns nicht, wir fuhren über Memmingen. Ein erlebnisreicher Tag.

Klaus Guhl

Mitgliederausflug 2024 – nach Würzburg

Bericht von Klaus Guhl

Der Neu-Ulmer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt hatte zum Mitgliederausflug eingeladen. Der Mitgliederausflug hat in der Neu-Ulmer Arbeiterwohlfahrt eine lange Tradition. Durch einen Zuschuss der Ortsvereins kann ein besonders attraktiver Preis angeboten werden. Diesmal hatten Horst Gauss und Christine Vogelmann – zusammen mit Bärbel Kohn – eine Reise nach Würzburg organisiert.

Start war sieben Uhr in der Neu-Ulmer Eckstraße. Erster Halt war nach eineinhalb Stunden auf der Autobahn-Raststätte Kreuzfeld, wo
die beliebten Leberwurst- oder Butterbrezeln geschmiert und angeboten wurden. Auch gab es Kranzbrot und Zitronenkuchen. Und es gab dort saubere Toiletten.Nach einer halben Stunde ging es weiter und wir kamen gegen zehn Uhr in Würzburg auf dem Busparkplatz an der Friedensbrücke an.

Da die Stadtführung für zwölf Uhr gebucht war, konnten wir noch für zwei Stunden ausschwärmen. Einige blieben im ersten Biergarten hängen, andere besuchten schon mal die Altstadt, gingen über den Markt oder schauten in die eine oder andere Kirche.Um zwölf kam dann die Reiseleiterin – auch eine Christine. Wir starteten mit dem Bus, fuhren flussaufwärts am Main entlang, dann auf der Ludwigsbrücke über den Fluss und den Ring entlang, der dem Verlauf der alten Festungsmauer folgt, bis zur Residenz. Ab dort gings zu Fuß weiter.

Zunächst kamen wir in den wunderschönen Barock-Garten der Residenz, den die UNESCO 1981 zum Weltkulturerbe erklärt hat. Weiter ging es Richtung Altstadt vorbei am Dom und dem Neumünster, dann zum Marktplatz mit der Marienkapelle und bis zur Alten Mainbrücke. Überall konnte Christine Interessantes über Stadt und Leute berichten und über die Kirchen und ihre Ursprünge. Und sie wusste die Geschichte von den drei irischen Mönchen, die Würzburg das Christentum gebracht haben, dann aber ermordet wurden und die nun als Märtyrer verehrt werden. Auf der Alten Mainbrücke, die jetzt voll war von Menschen, die einen Brückenschoppen in der Hand hielten, entließ sie uns.Wieder konnten wir ausschwärmen. Einige zog es ins Cafe, Andere schauten sich noch weiter die Stadt an, zum Beispiel die Residenz mit dem berühmten Treppenhaus von Baltasar Neumann und einem der weltgrößten Deckenfresken von Giovanni Battista Tiepolo.

Um vier war Abfahrt Richtung Lichtenau, wo wir etwa eine Stunde später ankamen. Der Gasthof Hirsch bot uns leckere, reichliche Gerichte und wir konnten den Tag ausklingen lassen. In der eigenen Metzgerei konnten Wurstdosen erworben werden. Danach brauchten wir noch eine gute Stunde bis nach Neu-Ulm. Wir hatten bei sehr schönem Wetter einen sehr schönen Tag.

Bericht: Klaus Guhl, Bilder Uwe Vogelmann